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Tagesprotokoll von Annika
Heute Morgen sind wir um 06:00 Uhr aufgestanden, da wir um 07:00 Uhr mit unseren
fertigen Koffern beim Frühstück sein sollten. Zum Frühstück gab es Rührei mit
Schinken oder auch ohne Schinken und dafür mit Tomate. Das hat vielen nicht
gereicht, weswegen reichlich Brot nachbestellt wurde. Um 08:15 Uhr sind wir zur
Maya Schule losgefahren. Auf der Fahrt hat uns Herr Helmdach erzählt, dass in
diesem Maya- Dorf, wo wir hinfahren, normalerweise keine Touristen sind. Für
die Schüler gibt es auch keine Entschuldigung nicht zur Schule zukommen, da
alles umsonst ist und jeder jeden kennt. Das heißt, es gibt immer eine
Möglichkeit zur Schule zu kommen. Wenn die eigenen Eltern ihr Kind nicht zur
Schule bringen können (zb. mit einem Motorrad, Fahrrad, ...), können die Nachbarn
die Kinder auch mitnehmen. Manche Kinder wohnen auch 5 Dörfer weiter und haben
trotzdem täglich die Chance, irgendwie zur Schule zu kommen. Es gibt hier auch
eine Schulpflicht, was heißt, dass die Eltern auch gezwungen werden können ihre
Kinder zur Schule zu schicken. Auf die Schule gehen aber nicht nur Maya-Kinder
sondern auch Kinder aus Korea und auch Mestizen. Außerdem ist der Direktor der
Schule sehr bekannt, weil er gegen die Zerstörung der Maya- Kultur arbeitet.
Unter anderem der Direktor und Rudolfo, der uns die Tür in die Maya- Schule
öffnete, sorgen dafür und fördern, dass die Maya- Kinder ihre Muttersprache
lernen. Nur ungefähr 30% der Maya- Kinder können tatsächlich auch Maya sprechen.
Als wir an der Schule vorbeigefahren sind, sind die Kinder freudig Richtung Tor
losgelaufen. Es war ca. 11:00 Uhr als wir ankamen. Wir mussten dann warten,
weil die Kinder noch keine Pause hatten. Rudolfo hat uns dann kurz etwas Maya
beigebracht, so heißt Bix a Bil wie geht es dir? und Malob sowas wie okay,
verstanden, gut, wobei man aber das b am Ende des Wortes nicht mitspricht. Auf
dem Schulgelände gibt es ein gelbes Haus, wo die Schüler Frühstück und
Mittagessen bekommen. Sie müssen es nicht bezahlen, da die Gemeinde den Kindern
das Essen finanziert. Die Kinder haben uns mit einem großen weißen Stofftuch
und Namensschildern mit all unseren Namen drauf begrüßt. Wir haben dann unsere
Geschenke übergeben und sind in die Schule reingegangen. Die Kinder in den
Räumen haben gegrinst und uns zugewunken. Uns wurden dann unter anderem die
Zahlen der Maya und deren Bedeutung nähergelegt. So steht die Zahl eins zum
Beispiel für den Hauptgott und die 20 für eine Person, da jede Person die 20
Nummern in sich drin trägt. Jede Zahl bzw. Ziffer hat hier eine Bedeutung. Außerdem
hat er uns das Projekt Una nueva Luz erklärt und vorgestellt. Der Direktor
arbeitet seit 1997 an der Schule (anfangs alleine). Er hat uns dann noch ein
großes weißes Tuch gezeigt wo drauf stand K'kíimil, K-ka'síijil, was bedeutet:wir
sterben, wir werden wieder geboren. Dieser Spruch ist der typische Maya-
Glaube. Wir sind dann durchs Dorf zu einem über 200 Jahre alten Ort gegangen,
wo uns der stellvertretende Direktor eine alte Geschichte erzählt hat. Wir haben
alle Zettel in Lesezeichengröße mit einem netten Spruch draufbekommen. Essen
gab es im Haus vom stellvertretenden Schulleiter. Es gab Hühnersuppe, Nudeln,
Zwiebeln und Tortillas. Wir sind dann zu dem alten Ort mit einem Spielplatz
zurückgegangen, wo wir uns verabschiedet haben und auch die letzten ihre
Geschenke bekommen haben. Um 14:15 Uhr sind wir mit dem Bus losgefahren,
welcher uns abgeholt hat. Um 18:12 Uhr hat uns der Bus zum Einkaufen
rausgelassen. Jedes Zimmer hat sich Snacks und Trinken gekauft. Die Lehrer
haben sich um das Abendessen gekümmert. Zurück am Bus sind wir ungefähr 2
Minuten weiter zum Hotel gefahren. Wir haben dann vor dem Hotel warten müssen,
was echt anstrengend war, da das Klima hier sehr warm und schwül ist. Zum
Abendessen in Picknickart gab es Baguette mit einer Soße deiner Wahl und Käse
oder Wurst
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