Tagesprotokoll: Emma, Tim
Emma (bis 14:00 Uhr)
Nach einer mehr oder weniger
erholsamen Nacht, bin ich aufgestanden und habe letzte Sachen zusammengepackt.
Ein letztes Mal hat meine Gastfamilie uns Frühstück gemacht und wir sind
losgefahren zur Schule. Nach einem emotionalen Abschied von den Gastschülern
und einem Abschlussfoto ging es los. Wir sind in den Bus gestiegen und haben
uns auf den Weg gemacht. Auf der Busfahrt wurde angeregt über die
Zimmeraufteilung diskutiert und Herr Helmdach hielt einen Vortrag über das
Leben der Azteken und die Vegetation Mexikos. Aus Mexiko kommen zum Beispiel
die grünen Tomaten, die Kakaobohne, die auch als Zahlungsmittel benutzt wurde
und die Kartoffeln. Der Mais kommt zwar nicht ursprünglich aus Mexiko, wurde
aber hier als erstes kultiviert. Auch Blumen wie der Weihnachtsstern und die
Dalie kommen aus dem Land der Azteken. Wo wir schon bei den Azteken sind, deren
Leben hat sich praktisch draußen abgespielt. Sie schliefen auf Matten, die sie
an die Wand hingen, sobald sie aufwachten. Alles andere wurde draußen erledigt.
An der Luft haben sie gekocht, gehandelt und was man als Azteken halt so macht.
Wenn bei den Azteken eine Hochzeit stattfinden sollte, musste die Familie ihren
Sohn aus der Schule freikaufen, die er bis dahin besucht hat. In der Schule
lernten die Kinder unter anderem, wie man mit der Gesellschaft und mit Waffen
umgeht. Kinder von unbedeutenden Familien gingen in ein Schule namens "El
Telpochcalli" während die Kinder von zum Beispiel Priestern in eine Art
Universität namens " Calmecac" gingen. Während die Söhne von klein
auf mit ihrem Vater zur Arbeit/auf den Markt gingen, fingen die Mädchen mit ca.
fünf an zu lernen, einen Faden zu produzieren. Hatten sie das geschafft, konnten
sie ihre erste Kleidung kriegen. Um ihr zwölftes Lebensjahr rum, konnten sie
dann ihr eigenes Gewand weben. Mit 14 wurden sie mit auf den Markt genommen,
was hieß, dass sie bereit für die Heirat waren. Sobald die Jungen aus der
Schule, mit einer Gabe zur Unterstützung selbiger, freigekauft waren, nahmen
die Eltern Kontakt mit den Eltern des gewünschten Mädchens auf. Nach einigen
gemeinsamen Abendessen, entschieden sie dann, ob die beiden kompatibel waren.
Zur Hochzeit wurde ein großes Essen veranstaltet. Sollte die Frau dann
schwanger werden, wurde sie umsorgt und behütet. Sollte das Baby nicht richtig
liegen, wurde es zurecht gerückt und eine Hebamme wurde der werdenden Mutter an
die Seite gestellt. Nachdem die Geburt vollbracht war, stieß die Mutter einen
Kriegsschrei aus, da sie den Krieg mit sich selbst überlebt hatte. Sollte festgestellt
werden, dass das Baby im Mutterleib verstorben war, so wurde ein Kaiserschnitt
mit einem Messer aus Obsidian durchgeführt, um die Mutter zu retten. Die
Nabelschnur eines Mädchens wurde unter dem Haus vergraben, da sie für die
Hausarbeit zuständig war, während die des Jungen von einem Krieger auf einem
Schlachtfeld beerdigt wurde. Die Azteken führten sogenannte Blumenkriege, die ausschließlich
dazu da waren, Gefangene zu machen, die dann zu Ehren der Götter geopfert
wurden. Auch heute gibt es noch Azteken, von denen einige nur Nahuatl, die
Sprache der Azteken und andere gar kein Nahuatl mehr sprechen.
Auf der Fahrt über die auf Stelzen gebauten Autobahnen von Mexikos Stadt
(segundo piso genannt), hatte man einen tollen Ausblick über die Metropole und
hat nochmals die schiere Größe dieser Stadt bewundern können. Etwa eine Stunde
später fuhren wir durch und über gigantische Berge, die teilweise sogar die
Wolkendecke berührten, was wirklich beeindruckend war. Im Gegensatz zu
deutschen Autobahnen kann man auf mexikanischen Autobahnen, stundenlang aus dem
Fenster sehen, ohne dass einem langweilig wird. Überall sind viele verschiedene
Szenerien zu erkennen und hier und da taucht ein kleines Dorf zwischen den
Bäumen auf. Nach einer kleinen Pause an einer Raststätte, wo dann auch endlich
die Zimmeraufteilung ausgeklügelt wurde, ging es wieder auf die Straße. Dort
erzählte Herr Helmdach nochmal einiges über das Leben der Azteken ( siehe erste
Erzählung) und wir sahen einen interessanten Film über Teotihuacán und seine
Kultur und Bewohner auf den Bildschirmen im Bus. Unteranderem wurden in dem
Film der Zweck der Sonnen- und Mondpyramide, wie Teotihuacán eine Metropole
wurde und die Religion der Bewohner behandelt. Um die Mittagszeit stoppten wir
nochmals, um einige Fotos zu machen und sahen zwei Adler ihre Kreise über dem
Gebirge ziehen.
Tim (ab 14:00 Uhr)
Wir sind
durch sehr schöne Täler und über Bergen gefahren. Egal wohin man schaute war es
grün. Es gab Kakteen und Bäume, außerdem waren die meisten Berge aus rotem
Gestein. Das Land sieht unberührt aus. Es war die meiste Zeit ziemlich unklare
Sicht und Nebel. Nach 10 Minuten hat man dann doch schon die ersten Palapas
gesichtet. Zwischendurch waren kleine Bauernhöfe mit vielen kleinen Feldern zu
sehen. Auf den meistens wurde Mais angebaut. Ein paar Minuten später fing die
„Stadt“ an. Hier gab es mehrere Häuser, die besser aussahen als die Palapas.
Man konnte auch mal Bauruinen sehen, also Gebäude, die angefangen wurden, aber
nie zu Ende gebaut sind. Vom Fenster konnte man einen großen Teil Oaxaca sehen.
Als wir am Anfang der Stadt waren, gab es viele sehr eng aneinander gebaute
Häuser mit maximal 2 Stockwerken. Jürgen hat uns noch erzählt, dass hier ein typisches
Essen eine Soße mit Kakao ist, ohne Zucker. Die Soßen, Mole genannt, gibt es in
verschiedenen Geschmacksrichtungen (scharf, nicht scharf…). Wir wollten Monte
Alban. Wir waren auf dem Weg dahin den Berg schon hochgefahren, als uns die
Security zurückgeschickt hat. Es war schon geschlossen. Danach fuhren wir ins
Hotel. Jeder ist mit seiner Gruppe ins Zimmer gegangen und es wurden die Sachen
ausgepackt. Wir haben uns 17:15 Uhr in der Cafeteria getroffen. Dort hat uns
Herr Weigang erzählt, was wir jetzt machen. Wir gehen zum Zockalo und dort
essen wir unser Abendbrot. Wir bekamen jemals 166 Pesos Essensgeld. Nach dem
wir gegessen hatten, sind wir zur einer Kirche gegangen. Es begegnete uns ein deutsches
Paar, mit dem wir uns unterhalten haben. Wir sollten selbstständig zurückgehen.
Um 21 Uhr sollten wir zurück sein. Wir sind eben gerade ins Hotel gekommen und
alle sind auf ihre Zimmer gegangen.
Bilder
| Süßigkeitenriegel mit Warnhinweisen |
| Exzessiv: Calorien, Zucker und gesättigte Fettsäuren |
![]() |
| In Mexiko gibt es noch mehr Deutsche! |
Videos
