Montag, 16. Oktober 2023

Abschied und Start der Reise nach Yukatán

 Tagesprotokoll: Emma, Tim

Emma (bis 14:00 Uhr)

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht, bin ich aufgestanden und habe letzte Sachen zusammengepackt. Ein letztes Mal hat meine Gastfamilie uns Frühstück gemacht und wir sind losgefahren zur Schule. Nach einem emotionalen Abschied von den Gastschülern und einem Abschlussfoto ging es los. Wir sind in den Bus gestiegen und haben uns auf den Weg gemacht. Auf der Busfahrt wurde angeregt über die Zimmeraufteilung diskutiert und Herr Helmdach hielt einen Vortrag über das Leben der Azteken und die Vegetation Mexikos. Aus Mexiko kommen zum Beispiel die grünen Tomaten, die Kakaobohne, die auch als Zahlungsmittel benutzt wurde und die Kartoffeln. Der Mais kommt zwar nicht ursprünglich aus Mexiko, wurde aber hier als erstes kultiviert. Auch Blumen wie der Weihnachtsstern und die Dalie kommen aus dem Land der Azteken. Wo wir schon bei den Azteken sind, deren Leben hat sich praktisch draußen abgespielt. Sie schliefen auf Matten, die sie an die Wand hingen, sobald sie aufwachten. Alles andere wurde draußen erledigt. An der Luft haben sie gekocht, gehandelt und was man als Azteken halt so macht. Wenn bei den Azteken eine Hochzeit stattfinden sollte, musste die Familie ihren Sohn aus der Schule freikaufen, die er bis dahin besucht hat. In der Schule lernten die Kinder unter anderem, wie man mit der Gesellschaft und mit Waffen umgeht. Kinder von unbedeutenden Familien gingen in ein Schule namens "El Telpochcalli" während die Kinder von zum Beispiel Priestern in eine Art Universität namens " Calmecac" gingen. Während die Söhne von klein auf mit ihrem Vater zur Arbeit/auf den Markt gingen, fingen die Mädchen mit ca. fünf an zu lernen, einen Faden zu produzieren. Hatten sie das geschafft, konnten sie ihre erste Kleidung kriegen. Um ihr zwölftes Lebensjahr rum, konnten sie dann ihr eigenes Gewand weben. Mit 14 wurden sie mit auf den Markt genommen, was hieß, dass sie bereit für die Heirat waren. Sobald die Jungen aus der Schule, mit einer Gabe zur Unterstützung selbiger, freigekauft waren, nahmen die Eltern Kontakt mit den Eltern des gewünschten Mädchens auf. Nach einigen gemeinsamen Abendessen, entschieden sie dann, ob die beiden kompatibel waren. Zur Hochzeit wurde ein großes Essen veranstaltet. Sollte die Frau dann schwanger werden, wurde sie umsorgt und behütet. Sollte das Baby nicht richtig liegen, wurde es zurecht gerückt und eine Hebamme wurde der werdenden Mutter an die Seite gestellt. Nachdem die Geburt vollbracht war, stieß die Mutter einen Kriegsschrei aus, da sie den Krieg mit sich selbst überlebt hatte. Sollte festgestellt werden, dass das Baby im Mutterleib verstorben war, so wurde ein Kaiserschnitt mit einem Messer aus Obsidian durchgeführt, um die Mutter zu retten. Die Nabelschnur eines Mädchens wurde unter dem Haus vergraben, da sie für die Hausarbeit zuständig war, während die des Jungen von einem Krieger auf einem Schlachtfeld beerdigt wurde. Die Azteken führten sogenannte Blumenkriege, die ausschließlich dazu da waren, Gefangene zu machen, die dann zu Ehren der Götter geopfert wurden. Auch heute gibt es noch Azteken, von denen einige nur Nahuatl, die Sprache der Azteken und andere gar kein Nahuatl mehr sprechen.
Auf der Fahrt über die auf Stelzen gebauten Autobahnen von Mexikos Stadt (segundo piso genannt), hatte man einen tollen Ausblick über die Metropole und hat nochmals die schiere Größe dieser Stadt bewundern können. Etwa eine Stunde später fuhren wir durch und über gigantische Berge, die teilweise sogar die Wolkendecke berührten, was wirklich beeindruckend war. Im Gegensatz zu deutschen Autobahnen kann man auf mexikanischen Autobahnen, stundenlang aus dem Fenster sehen, ohne dass einem langweilig wird. Überall sind viele verschiedene Szenerien zu erkennen und hier und da taucht ein kleines Dorf zwischen den Bäumen auf. Nach einer kleinen Pause an einer Raststätte, wo dann auch endlich die Zimmeraufteilung ausgeklügelt wurde, ging es wieder auf die Straße. Dort erzählte Herr Helmdach nochmal einiges über das Leben der Azteken ( siehe erste Erzählung) und wir sahen einen interessanten Film über Teotihuacán und seine Kultur und Bewohner auf den Bildschirmen im Bus. Unteranderem wurden in dem Film der Zweck der Sonnen- und Mondpyramide, wie Teotihuacán eine Metropole wurde und die Religion der Bewohner behandelt. Um die Mittagszeit stoppten wir nochmals, um einige Fotos zu machen und sahen zwei Adler ihre Kreise über dem Gebirge ziehen.

Tim (ab 14:00 Uhr)
Wir sind durch sehr schöne Täler und über Bergen gefahren. Egal wohin man schaute war es grün. Es gab Kakteen und Bäume, außerdem waren die meisten Berge aus rotem Gestein. Das Land sieht unberührt aus. Es war die meiste Zeit ziemlich unklare Sicht und Nebel. Nach 10 Minuten hat man dann doch schon die ersten Palapas gesichtet. Zwischendurch waren kleine Bauernhöfe mit vielen kleinen Feldern zu sehen. Auf den meistens wurde Mais angebaut. Ein paar Minuten später fing die „Stadt“ an. Hier gab es mehrere Häuser, die besser aussahen als die Palapas. Man konnte auch mal Bauruinen sehen, also Gebäude, die angefangen wurden, aber nie zu Ende gebaut sind. Vom Fenster konnte man einen großen Teil Oaxaca sehen. Als wir am Anfang der Stadt waren, gab es viele sehr eng aneinander gebaute Häuser mit maximal 2 Stockwerken. Jürgen hat uns noch erzählt, dass hier ein typisches Essen eine Soße mit Kakao ist, ohne Zucker. Die Soßen, Mole genannt, gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen (scharf, nicht scharf…). Wir wollten Monte Alban. Wir waren auf dem Weg dahin den Berg schon hochgefahren, als uns die Security zurückgeschickt hat. Es war schon geschlossen. Danach fuhren wir ins Hotel. Jeder ist mit seiner Gruppe ins Zimmer gegangen und es wurden die Sachen ausgepackt. Wir haben uns 17:15 Uhr in der Cafeteria getroffen. Dort hat uns Herr Weigang erzählt, was wir jetzt machen. Wir gehen zum Zockalo und dort essen wir unser Abendbrot. Wir bekamen jemals 166 Pesos Essensgeld. Nach dem wir gegessen hatten, sind wir zur einer Kirche gegangen. Es begegnete uns ein deutsches Paar, mit dem wir uns unterhalten haben. Wir sollten selbstständig zurückgehen. Um 21 Uhr sollten wir zurück sein. Wir sind eben gerade ins Hotel gekommen und alle sind auf ihre Zimmer gegangen.

Bilder


















Süßigkeitenriegel mit Warnhinweisen

Exzessiv: Calorien, Zucker und gesättigte Fettsäuren


























In Mexiko gibt es noch mehr Deutsche!

Videos





Wieder da, nach 26 Tagen.

Tagesprotokoll von Hanna (siehe 26.10.23) Bilder -------------------------------------------------------------------------------------------...